Facebook möchte in Zukunft Gedanken lesen können

Sensible Sensoren sollen es möglich machen, Worte direkt aus dem Gehirn eines Menschen in den Computer zu schreiben. Dies klingt zuerst wie Science Fiction, doch mittlerweile arbeitet Facebook tatsächlich an der Umsetzung dieser Idee. Die Firma möchte in Zukunft Gedanken lesen können.  Das große soziale Netzwerk möchte diese Technologie, welche noch nicht existiert, erfinden. Dabei geht es darum, dass Menschen eine Textnachricht verschicken können ohne dafür das Smartphone herausholen zu müssen. Der Computer soll also selbstständig die Gedanken lesen können.

Technologie zum Gedanken lesen muss erst noch erfunden werden

Gedanken Das aktuelle Ziel von Facebook sind 100 Worte pro Minute. Dieses Ziel könne laut Regina Dugan, der Facebook-Managerin, in einigen Jahren erreicht werden. Dabei deutet sie auf aktuelle Forschungen an der Standford-Universität. Bei den Forschungen hat es eine gelähmte Frau geschafft, mit Hilfe von Elektroden im Gehirn, acht Worte pro Minute in ihren Computer zu schreiben. Die Aktivität der Neuronen werden durch die Elektroden erkannt, wenn die Frau einen bestimmten Buchstaben eintippen wollte.

Die Technologie benötigt Implantate, welche laut Facebook für einen massenhaften Einsatz nicht geeignet sind. Stattdessen müsste es sehr empfindliche Sensoren auf der Oberfläche des Kopfs geben, die Gehirnaktivität Hunderttausende Male pro Sekunde auf den Millimeter genau überwachen. Genau so eine Technologie müsse Facebook erfinden. Momentan arbeiten rund 60 Forscher an der Umsetzung dieser Idee. Damit ein Computer in Zukunft Gedanken lesen kann.

Gedanken lesen ermöglicht direkte Übersetzung von Sprachen

Facebook Gedanken lesenGanz nebenbei könne man auch  einen weiteren Nutzen erzielen, falls man mal in der Lage sein sollte wirklich Gedanken lesen zu können. So soll es mit der Zeit nicht mehr nötig sein, Worte aus einzelnen Buchstaben zu bilden. Sondern der Gedanke an das Wort sollte reichen. Dadurch könnten sich Menschen in anderen Sprachen ausdrücken ohne diese je gelernt zu haben. Ein Beispiel dafür wäre der Gedanke an einen Apfel. Der Gedanke an den Apfel kann dann direkt mit dem entsprechenden Fremdwort in Russisch oder Japanisch umgesetzt werden.

Des weiteren betont Dugan, dass es nicht darum geht wahllos Gedanken von Menschen zu lesen. Sondern nur solche Gedanken, die an das Sprachzentrum weitergeleitet werden. Ähnlich wie bei Fotos. Von denen man viele mache, aber nur einige davon anderen Personen zeigt.

Auch in Deutschland wird geforscht

Elektroden lesen In Tübingen forscht der Psychologe Nils Birbaumer auch zum Thema „Gedanken lesen“. Er konzentriert sich bei seiner Arbeit hauptsächlich auf Patienten, die gelähmt sind und nicht mehr sprechen können, aber noch bei vollem Bewusstsein sind. In einer seiner Veröffentlichungen beschreibt er eine Kopfhaube, die über Elektroden die Gedanken der Patienten lesen kann. Neben ihm forscht auch die Informatikerin Tanja Schulz an diesem Thema. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Spracherkennung. Aus Gedankenströmen lesen sie und ihr Team einzelne Laute und manchmal auch ganze Sätze.

5 Technologien mit denen die Wissenschaft schon heute Gedanken lesen könnte

1) Extrahieren der Wörter direkt aus dem menschlichen Gehirn

Die Neurowissenschaftler an der University of California Berkeley erstellten ein fähiges Computermodell zur Dekodierung (Entschlüsselung)  der Aktivitäten im auditorsichen Kortex des menschlichen Gehirns, mit der Fähigkeit sie dann in Worte zu übersetzen. Bei einem Experiment mussten 15 Epilepsie-Patienten einen Text zuerst laut lesen und anschließend still. Nach der Analyse ihrer Hirnaktivitäten entwickelten Forscher einen Algorithmus zur Entschlüsselung der gelesenen Wörter. Um richtige Gedanken lesen zu können ist diese Forschung allerdings noch nicht weit genug.

2) Rekonstruktion und Entschlüsselung der Träume

Am Nara Institut gelang es Forschern, die erscheinenden Bilder in Träumen der Studienteilnehmer zu rekonstruieren. Die Personen wurden bei der ersten Studie aufgefordert ein EEG-Gerät zu tragen, während sie schliefen. Anschließend wurden sie während einer bestimmten Schlafphase geweckt und nach ihren Träumen gefragt. Dies wurde 200-mal wiederholt und die Wissenschaftler erstellten eine Datenbank mit allen Bildern. Das Gerät war in der Lage, mit einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, was die Person träumen würde.

3) Ein Gerät das Gedanken lesen kann

algoryhtmisch Gedanken lesen Dr. Phillip Low erfand ein Gerät, welches erfolgreich an Stephen Hawking erfolgreich getestet wurde. Im Grunde ist das Gerät ein EEG-Headset, welches einen einzelnen Kanal zur Überwachung und Aufzeichnung der Gehirnwellen verwendet, während eine Person dabei eine Art der Tätigkeit, wie zum Beispiel essen oder laufen, durchführt. Anschließend werden die Gehirnwellen mit Hilfe eines Algorithmus gelesen und an einen Rechner übermittelt. Dieser kann dann die „Gedanken lesen“.

4) Entwicklung synthetischer(chemisch hergestellt) Telepathie

Die Idee basiert auf den elektrischen Aktivitäten im Gehirn, die mit einem Elektroenzephalogragphen entschlüsselt werden. Dabei muss man eine Nachricht in seinem Kopf komponieren, die dann über die Gedanken zu einem Empfänger gesendet wird. Die sogenante Gehirn-Mapping-Technologie analysiert anschließend das Gedachte und findet die Wörter oder Phrasen, an die gedacht wurde.

5) Ein Computer hört Wörter im Kopf

Es wurde ein Gerät entwickelt, welches einen Computer ermöglicht Gedanken direkt zu hören. Bei dieser Technologie können die Patienten einen Cursor, mit Hilfe von „denkenden Wörtern“  auf einem Computerbildschirm bewegen. Die Genauigkeit der Versuchspersonen lag bei 90 %.

 

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